“Lobbyarbeit”

Standpunkte - Forderungen - Grundlagen - Aktivitäten

 

...siehe auch:


WHO/ICCIDD:

“Iodine intake as a determinant of thyroid disorders in populations” - eine dänische Studie stellt klar:

    => http://www.bprcem.com/article/S1521-690X%2809%2900100-6/abstract

    “...Conclusion: Even minor differences in iodine intake between populations are associated with differences in the occurrence of thyroid disorders. Both iodine intake levels below and above the recommended interval are associated with an increase in the risk of disease in the population. Optimally, iodine intake of a population should be kept within a relatively narrow interval where iodine deficiency disorders are prevented, but not higher. Monitoring and adjusting of iodine intake in a population is an important part of preventive medicine.”

Der “korrespondierende” Autor dieser Studie ist Professor of internal medicine and endocrinology, Chief consultant, President of  European Thyroid Association, Member board of directors International Council for Control of Iodine Deficiency Disorders (ICCIDD)...

 

...zur Erinnerung:

    => http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20172475

    Iodine excess...More recent studies suggest that chronic high iodine intake furthers classical thyroid autoimmunity (hypothyroidism and thyroiditis) and that iodine-induced hyperthyroidism may also have an autoimmune pathogenesis...

Mitte des Jahres 2007 veröffentlichte das Science and Technology Committee des ICCIDD einen “Short Guideline - Excessive Iodine Intake”

was die Hoffnung aufkeimen ließ, dass endlich auch bei WHO und ICCIDD die hierin erwähnten Nebenwirkungen wie

    ...Autoimmune thyroid disease, in particular autoimmune hypothyroidism and Hashimoto’s thyroiditis. Manifestations may be subtle, but nonetheless requiring treatment. The correlation of the prevalence of autoimmune thyroid disease and excessive iodine intake has recently been uncovered by large studies in China, Turkey and Denmark...

des “...fight against iodine deficiency” zur Kenntnis genommen werden. Die Schlussfolgerung

    ...In summary, the finding of endemic iodine excess must be clarified and the causes eliminated, if possible. That the population of the United States, due to iodate use in bakeries, had a UIE of around 500 mg/l over decades, underlines that one has time to plan these measures carefully...

ist allerdings kaum nachvollziehbar. Bereits 2001 berichten die Verbrauchernews:

    => http://www.verbrauchernews.de/artikel/0000008042.html

    ...Es kam zu einer Zunahme der Autonomiehyperthyreosen (Überfunktion durch Knotenkröpfe), aber auch der Immunhyperthyreosen (Fehlsteuerung des Immunsystems: Morbus Basedow). Bei den Autonomiehyperthyreosen kam es zum maximalen Anstieg um 50% innerhalb von zwei Jahren. Bei den Immunhyperthyreosen betrug der Anstieg innerhalb von drei Jahren 120% und 1995 noch 100% des Ausgangswertes vor 1990. In den Jahren 1994 bis 1999 kam es zu einer Verdoppelung von Immunthyreoiditiden (Schilddrüsenentzündungen durch Fehlsteuerung des Immunsystems). Die Auswirkungen der Erhöhung der Jodsalzprophylaxe in Österreich sind mit denen der Schweiz 1980 bis 1990 vergleichbar...

 

    Auf was bzw. wie lange will man also noch warten?!

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Deutschland:

“Das muss sich ändern...” - ein Forderungskatalog, der im Zusammenwirken mit über 30 Selbsthilfeinitiativen, darunter dem

 

erarbeitet wurde.

Der Forderungskatalog wurde auch der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) 2008, ferner den Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit und für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie dem Landesgesundheitsrat Bayern übermittelt.

Die Antwort von Ministerin Frau Dr. Trauernicht ließ zunächst vermuten, dass die Problematik ernst genommen würde. Da bis Anfang 2009 jedoch kein Ministerium zu einer Stellungnahme bereit oder in der Lage war, wurde die GMK bzw. das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit ersucht, sich der Causa anzunehmen. In der Antwort vom 17.06.2009 hieß es, dass sich zwar die GMK nicht mit dem Problem befassen werde, der Forderungskatalog jedoch in der AG Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Rehabiliation und Sozialmedizin diskutiert werden solle. Bei dieser Ankündigung scheint es leider wiederum geblieben zu sein. Es geht also in eine nächste Runde...

Unterstützt werden die Forderungen auch vom Ergebnis der Aktion

895 (...immunologisch bedingt) “therapieresistente” Hashimoto-PatientInnen haben hierbei ihre trotz Schilddrüsenhormontherapie persistierenden gesundheitlichen Probleme “offenbart”!

 

...übrigens:

Die Diagnose “Hashimoto” dürfte (...nicht nur) in der “Privaten Krankenversicherung” einen Ausschlussgrund darstellen, wie eigene Recherchen bei großen deutschen Versicherern (z. B. Risikoprüfung per “AktuarMed” ) ergaben. HT-PatientInnen wird - wenn überhaupt - nur mit erheblichen Zuschlägen und/oder Einschränkungen Versicherungsschutz gewährt!

Beim Versuch, für das Alter eigenverantwortlich mit einer zusätzlichen Renten- oder Pflegeversicherung vorzusorgen, dürften nicht wenige Hashimoto-PatientInnen auf Schwierigkeiten stoßen - so wie möglicherweise hier bei korrekter Beantwortung der Fragen nach “Demenz” bzw. sonstiger “Hirnleistungsstörung durch Stoffwechselstörung”:

 

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Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Text und Liste der Unterzeichner sind hier zu finden:

Auf eine Antwort der Ministerin bzw. aus dem BMG wartete man auch in diesem Fall vergeblich. Der vom SPD-Präsidiumsmitglied Frau Hannelore Kraft in 08/2008 angebotene “Beistand” verpuffte offensichtlich kraftlos.

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Am 28.08.2007 hatte ich u. a. mit Hinweis auf den Bundestagsbeschluss vom 08.03.2007 eine eMail an Herrn Bundesminister Horst Seehofer mit der Bitte um Aufnahme eines konstruktiven Dialoges mit Betroffenen gesandt. Eine Antwort des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - BMELV-Referat “Spezielle Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittelzusatzstoffe” -  liegt nun vor, die Bereitschaft zum Dialog ist weiterhin nicht erkennbar. Statt dessen wird wieder einmal auf die von BfR und anderen, nicht näher genannten nationalen und internationalen Institutionen mit “hinreichender Sicherheit” abgegebenen, pauschalen Unbedenklichkeitserklärungen verwiesen.

Dieser Umgang mit berechtigten Sorgen und Anliegen von mehr als 10 Millionen erkrankter und (mit-) betroffener Menschen kann nicht länger hingenommen werden!

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Österreich:

Das BMGFJ wurde u. a. mit eMail vom 06.08.2007 erneut auf die Problematik angesprochen. Am 25.01.2008 hat das Ministerium mit einem Runderlass reagiert:

    ...Grundsätzlich sind im Fall des Zusatzes von jodiertem Speisesalz die einzelnen Zutaten anzugeben (z.B. Speisesalz und …jodid)...

Siehe dazu auch Jodprophylaxe in Österreich!

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Europäische Union:

Von der Hiltrud Breyer (MdEP bis 2009) wurde am 22.02.07 eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission gerichtet, die zusammen mit den weitergeleiteten Petitionen hoffentlich EU-weit für alle “Konsumenten” zu einer grundlegenden Verbesserung der gegenwärtigen Situation führt:

Zum gegenwärtigen Stand des Verfahrens zur Verabschiedung einer Novellierung der “VERORDNUNG DES EUROPISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES betreffend die Information der Verbraucher ber Lebensmittel” finden Sie hier weitere Informationen.

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Schweiz:

Bereits in einem Artikel “Wo Jod drin ist, steht bald Jod drauf” des Schweizerischen Beobachter (4/07) wurde das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zum umstrittenen Thema Deklarationspflicht zitiert:

    “Die Konsumenten haben klar ein Anrecht darauf, zu wissen, was sie kaufen”!

In der Fachzeitschrift für die Lebensmittelwirtschaft ALIMENTA vom 17.04.2007 wird dies bestätigt und konkretisiert.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die SHG “Jod macht krank” und den “SHV Krank durch Jod”, ohne deren Engagement und Beharrlichkeit dieser, über die Grenzen der Schweiz hinaus wirkende Erfolg nicht möglich gewesen wäre!